JETBLACK                                                       

                         Rock  -  Pop  -  Oldies

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BIOGRAFIE
 
 

1968 - 1971
 

JET BLACK steht seit 40 Jahren auf der Bühne. 
Drei der Gründungmitglieder von 1968 sind auch heute noch dabei: 

Rainer Strerath (Bass), Winfried Versteegen (Gitarre), Rolf Feldbinder (Gitarre).

                                                                           

 Wahnsinnig! Wer hätte das gedacht? Als wir damals anfingen, glaubten wir, spätestens mit 30 dem wilden Bandleben Ade gesagt zu haben, weil erstens in dem hohen Alter keiner mehr auf der Bühne herumtollen sollte und zweitens, weil dafür sowieso Beruf und Familie keine Zeit mehr lassen würden.                                                             
Irrtum! Die Muppets-Show ist heute auf der Bühne gefragt. Je knautschiger und faltenreicher das Gesicht, desto größer die Fangemeinde. Selbst die Kids finden Gefallen daran, wenn die Alten so richtig "abrocken". 
Und - wir haben alle riesiges Glück gehabt mit unseren Lebenspartnern. Die haben das Ganze mitgemacht, mit sehr viel Geduld, Toleranz und Verständnis. D  A  N  K  E !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Zurück zum Werdegang. 
Von 68 bis 76 hat die Band häufiger ihr personelles Gesicht verändert. Besonders Schlagzeuger und Keyboarder haben es nie sehr lange bei uns ausgehalten. Erklärung dafür? Schlagzeug spielen geht an die Substanz, und bei der großen Anzahl an Auftritten, die wir früher hatten, waren die in der Regel schmächtigen Kerlchen nach 2 bis 3 Jahren mit ihrer Kraft am Ende. 
Und die Keyboarder (damals nannte man sie Organisten)? Na ja, die meisten von ihnen sind halt keine beständigen Herdentiere, zeitweise etwas eigenwillig und spleenig, obwohl manchmal zu Großem fähig. 

Auftritte oder Jobs, wie wir sie nennen, gab es damals zuhauf. In Krefeld und Umgebung existierte eine Vielzahl von  Clubs und Lokalen, in denen v.a. an Wochenenden Live-Musik geboten wurde. Haus Broucks in Hüls z.B. war jahrelang einer der bevorzugten Wallfahrtsorte der jugendlichen Live-Musik-Gemeinde. Dort aufzutreten, war für jede Band etwas Besonderes. 
Auch wir waren alle paar Monate mit von der Partie. Damals gab es keinen Einmal-Auftritt. Man spielte an 4, manchmal auch an 8 Wochenenden hintereinander in demselben Club. Heute unvorstellbar. 
Nee, wat wor dat doch fröher en Superjeile Zick ...

 

                                                                    

 

                                                  

 

1972 - 1976

                                                

Ab 1972 traten wir dann sehr häufig im "Ausland" auf. Der Discothekenbetreiber Krichel aus Aachen hatte Gefallen an uns gefunden und engagierte uns für seine Lokalitäten in Baesweiler und Stolberg. 
Alle zwei bis drei Monate waren wir dort vertreten, mit guter Musik und exzessivem Trinken. 
"Jeffy Jefferson", unser damaliger Keyboarder, hat dort sämtliche netten Mädels vernascht, die ihm über den Weg liefen, und das waren beileibe nicht wenige. Er muss sich total verausgabt haben - er verließ bald die Gruppe. 

Für Rainer, Winni und mich (Rolf) war es nicht so spannend. Denn unsere Frauen waren fast immer dabei. 
Wer weiß, wozu es letztlich gut war. Gut war es in jedem Fall für unseren Wasserhaushalt: wir durften trinken (unsere Frauen chauffierten uns), was beim Musizieren auf der Bühne ja ganz wichtig ist - denn ohne genügende Flüssigkeitszufuhr ist man so furchtbar steif, und das kommt beim Publikum einfach nicht an. Auch die Stimmbänder benötigen eine permanente Ölung. 
 

Anfang 1976 drohte das Ende der Gruppe. 
Schlagzeuger und Keyboarder hörten auf. Adäquater Ersatz war zunächst nicht in Sicht. Eine Zeitlang wurde experimentiert mit einer Sängerin, die zwar eine sehr gute Stimme hatte, aber letztlich nicht so richtig zu unserer Musikvorstellung passte. 
Schließlich meldete sich bei uns Mitte des Jahres ein alter Bekannter, der gerade seine Band verlassen hatte. Er war deren Sänger gewesen, und diese Funktion sollte er dann auch bei uns übernehmen. 
Jürgen Hermsen ist heute noch unser Frontmann. 

Auch Drummer und Keyboarder fanden wir bald und schon ging`s weiter. Allerdings zunächst einmal mit vielen Probesessions, denn die neuen Leute mussten erst einmal eingearbeitet und ein neues Repertoire erstellt werden. 
Als wir dann nach einigen Monaten wieder bühnentauglich waren, fanden w
ir auch sogleich wieder Auftrittsmöglichkeiten, wenngleich auch die Zeiten für Live-Bands zunehmend schwieriger wurden. 

 

1977 - 1987
 

Die Disco-Welle rollte an und mit ihr verschwanden nach und nach die alten Beatschuppen. Viele Bands aus der Beat-Ära lösten sich auf, es gab einfach kaum noch Jobs für sie. Nur wer gewillt war, Discomusik mit ins Repertoire aufzunehmen, der konnte überleben. 
JET BlACK hat sich darauf eingelassen - mit Erfolg. Und - es machte auch viel Spaß. 
Die Diskothek, die in dieser Zeit am häufigsten Auftritte von JET BLACK verbuchen konnte, war das PLAZA in Mülheim, ein gemütliches Plätzchen mit viel Atmosphäre, was dazu verleitete, nach Auftrittsschluss noch das eine oder andere Bierchen zu schlucken und zu schwofen. 

 

                                    

 

 

1978 bekamen wir Nachwuchs.
Ein tatendurstiger junger Gymnasiast von 17 Jahren, der schon in diesem Alter exzellent die Tasteninstrumente beherrschte, stieß zu uns. Stefan Einsfelder wurde unser neuer Keyboarder. 

 

                                           

 

Anfang der 80er Jahre ergaben sich Kontakte zu einem englischen Agenten, der uns an britische Kasernen vermittelte. 
Schon bald kannten wir sämtliche Casinos in den Barracks der britischen Rheinarmee ( und auch alle guten Whiskeysorten). Fahrten nach Osnabrück, Münster oder Bielefeld wurden schon fast zur Gewohnheit. 
Die Jobs waren hart und zehrten an der Substanz, denn man war meistens zwölf bis vierzehn Stunden unterwegs. Trotzdem wollten wir nicht `drauf verzichten. Erstens waren die Briten tolle Gastgeber und zweitens stimmte die "Kohle". Beeindruckend waren v. a. die riesigen  Buffets, die zwar appetitlich aussahen aber kein deutscher Mensch genießen konnte  - bis auf die Süßspeisen -  was besonders mir entgegenkam. 

 

1988 - 1992
 
In 1987 gab es dann eine weitere Änderung der Formation: Drummer Max-Dieter Bernhardt, der als Einziger, nachdem er die Band verlassen hatte (1976), wieder zurückkehrte (1985), hörte auf und wurde durch "Wuff", alias Wolfgang Lucas, ersetzt. 

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Zur gleichen Zeit entwickelte sich in der Musikszene die nostalgische Rückbesinnung auf die 60er und 70er Jahre - sehr zu unserer Freude. Man hatte genug von dem ewigen Diskogestampfe und der Konservenmusik, man wollte wieder richtige, handgemachte "Mucke" genießen. Wir profitierten davon. Jetzt konnten wir unsere alten Songs wieder ausgraben und so richtig losbeaten und -rocken. Diskotheken waren out, Oldie-Nights in. 

1989 hatten wir dann unsere erste große Oldie Night in der Moerser Eissporthalle vor 3000 begeisterten Oldie-Fans. Es war ein echtes Erlebnis. Das Besondere: Die in den 60er und 70er Jahren weltbekannten Gruppen The Searchers und Rubettes standen mit uns auf der Bühne, Bands, deren Fans wir waren und deren Songs wir coverten. Fantastisch, grandios, voll krass (damit die jungen Leute es auch verstehen). 
Weitere Top-Gruppen und Solisten, mit denen JET BLACK in der Folgezeit auftrat, waren The Tremoloes, Herman`s Hermits, Gerry and the Pacemakers, The Fortunes, Smokie, The Equals, Bay City Rollers, Showaddywaddy, Shocking Blue, Marmalade, Dave Dee,Christie, Harpo, Chris Andrews u.v.m. 

In den darauffolgenden Jahren gab es eine Unmenge an Oldie-Veranstaltungen. Jeder Ort, jeder Verein, jede Straßengemeinschaft wollte eine Live-Band, die die Songs der Beatles, Stones etc möglichst originalgetreu wiedergeben konnte. Das Geschäft boomte. Viel Bands, ob Profis oder Amateure, die sich in der Disco-Zeit aufgelöst hatten, wurden reanimiert oder neu gegründet. Auch heute noch sind die sog. Oldies, ob aus den 60er, 70er oder 80er Jahren musikalische Leckerbissen, die bei Jung und Alt beliebt sind. 

 

1993 - 1997

1993, zum 25-jährigen Bestehen der Gruppe, schafften wir es endlich: Wir machten eine CD. 
Nach langem Hin und Her, vielen Überlegungen und Planungen begaben wir uns in ein Tonstudio in Kaarst. Wir hatten unsere 15 Stücke akribisch eingeübt und benötigten deshalb nur 4 volle Tage zum Einspielen der Songs. An drei weiteren Tagen wurde der Mix erstellt. Wenn man bedenkt, dass manche Gruppen dafür Wochen und Monate benötigen, eine gute Leistung.
Aus Anlass des Jubiläums gaben wir der Scheibe den guten neudeutschen Namen ANNIVERSARY. 

 

                                                  

 


Das Überraschende für alle Fans war, dass wir auch 5 Eigenkompositionen eingespielt hatten. Sie sollten aber auch die einzigen musikalischen Kreationen bleiben. Irgendwie hatten wir nicht den Eindruck, dass uns damit etwas Großes gelungen war. Obwohl die Fans bei Live-Veranstaltungen häufiger danach fragten, ließen wir bald die Stücke aus unserem Repertoire verschwinden. Vielleicht war das aber auch ein Fehler. 

Nun ja, die CD jedenfalls, die insgesamt recht ordentlich gelungen war - obwohl da die Meinungen in der Band  differieren - verkaufte sich gut. Neupressungen waren nötig. Trotzdem hat sich die Band bis vor einem Jahr nicht wieder dazu entschließen könne, eine neue Scheibe zu produzieren, obwohl es von den Fans ständige Nachfragen gab. 
Seit einigen Monaten gibt`s nun wieder Studioarbeit - in kleinen Etappen. Bin gespannt, was dabei herauskommt.

 

1998 - 2001

Zu unserem 30-jährigen Jubiläum 1998 ließen wir uns was ganz Besonderes einfallen: Wir organisierten und veranstalteten eine Geburtstagsfeier, auf der wir selbst als Band auftraten und - das war besonders erfreulich - für die wir 6 weitere Top-Bands aus der Krefelder Musikszene gewinnen konnten. 
Ein tolles Ereignis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Der Erlös der Veranstaltung - die Gruppen traten unentgeltlich auf (wofür wir uns an dieser Stelle noch mal bei allen recht herzlich bedanken) wurde einem guten Zweck zugeführt. 
 

Wir schreiben das Jahr 2001.
JET BLACK besteht immer noch, obwohl einige Mitglieder sich langsam aber sicher dem Rentenalter nähern. Stefan, der lange die Band musikalisch geleitet hat, wird zum Jahresende aufhören. Nach 23 "Wander"-Jahren von einer Bühne zur anderen möchte er endlich einmal wieder mehr Zeit für sich und seine Natascha haben. Wir möchten uns an dieser Stelle für sein Engagement in der Band ganz herzlich bedanken und wünschen ihm weiterhin alles Gute.

Da für die Nachfolge bereits gesorgt ist, wird es JET BLACK auch zukünftig geben.

 

2004

Ja, wir sind immer noch sehr lebendig. Und es macht auch weiterhin riesigen Spaß. Die Tatsache, dass man uns immer noch engagiert, zeigt, dass unsere Musik und unsere Auftritte nach wie vor beim Publikum ankommen. Allerdings waren die diesjährigen Veranstaltungen nicht immer dazu angetan in Euphorie zu geraten. Die meisten Open-Air Events - und davon haben wir ja viele - litten unter dem schlechten Wetter. Gott sei Dank hat sich das Publikum aber dadurch meist nicht die gute Stimmung verderben lassen. V. a. unsere treusten Fans waren immer wieder dabei - in bester Laune. Danke!

      Unser Neuer, Jochen Poidinger, hat sich sehr gut in unsere Gruppe integriert.         Es macht Spaß mit ihm zusammen zu arbeiten. Neben einem guten und soliden Keyboardspiel besticht Jochen v.a. durch seine hervorragende Stimme. Sie erinnert an den jungen Elton John, der ja auch musikalisch Jochens Vorbild ist.

                                                         

 R.F.

 

2008

Unglaublich! Wie die Zeit verfliegt. Dass unsere Party zum Dreißigjährigen schon zehn Jahre zurückliegt, ist kaum zu begreifen. Nun feiern wir in diesem Jahr unseren 40sten Geburtstag.                                                                                          

Aus diesem Anlass wird es am 5. April im Saal "Goldener Hirsch" in Hüls eine Sause geben. Mit von der Partie werden unsere lieben Freunde von der Soul-und-Rhythm Formation UPDATE sein. Auch sie feiern in 2008 einen runden Geburtstag. Wer bei unserer Dreißigjahrfeier dabei war, wird sich erinnern, dass UPDATE damals bei unserer Veranstaltung zum ersten Mal in einem größeren Rahmen auftrat. Schon da war allen klar: Das ist eine Supergruppe. Die wird ihren Weg machen. JET Black freut sich auf den gemeinsamen Auftritt. Wir hoffen auf eine volle Bude und eine tolle Stimmung.

Der Erlös der Veranstaltung geht übrigens an die Aktion "Lichtblicke", die mit Spendengeldern unverschuldet in Not geratene Familien unterstützt.                                                                                                                                                                Also: Macht euch auf.